Mit dem Rennrad auf Korsika – ein Traum mit vielen Gesichtern

Im Frühjahr, wenn bei uns im Allgäu morgens noch eine bleierne Kälte dem Radler das Radeln schwer macht, wenn das Frühjahrswetter noch instabil ist und nicht weiß was es will, wenn der Radler aber den Drang verspürt, „sich in Form zu bringen“ – dann wird es fast schon traditionell Zeit für unsere „Radreise Korsika“.

In dieser vergangenen Saison waren wir bereits zum elften Mal mit einer Gruppe im Störrischen Esel in Calvi zu Gast und ließen uns verwöhnen: von der korsischen Mittelmeersonne, traumhaften Landschaften, immer besseren Straßen mit wenig Verkehr (für Rennradfahrer sehr wichtig) und nicht zuletzt von der Gastfreundschaft und dem reichhaltigen Abendbuffet im Feriendorf – für Rennradfahrer ebenfalls ganz wichtig!

Inzwischen haben wir etwa 120 Radlerinnen und Radlern die Insel der Schönheit näher gebracht, viele davon waren mehrfach mit dabei und einer sogar jedes Jahr – bis er dieses Jahr zum ersten Mal pausiert hat: Er wollte seiner Frau zeigen, wo er da jedes Jahr hinfährt und war eine Woche später mit ihr im Störrischen Esel zu Gast. Rennrad fahren auf Korsika ist vor allem eines: Schön!

Zwischen Meer und Berg findet man ein stetes „Auf und Ab“ mit ständig wechselnden Aus- und Einblicken. Manchmal äußerst einsam, dann wieder mit belebten Ecken. Fast nie steil, aber dennoch mit eindrucksvollen Pässen im Landesinneren. Mit kurzen „Vormittagsrunden“, aber auch mit der Möglichkeit, seinen persönlichen Marathon zu radeln. Mit immer mehr guten Straßen, aber natürlich hin und wieder auch mit schlechten Abschnitten, die wir dann eher meiden. Unsere Runden und Aktivitäten sind dann auch recht vielseitig: Von Calvi durch die Dörfer der Balagne (unsere „Dörferrunde“), nach Belgodere, über den Bocca di Marsulino ins Fangotal und nach Galeria, über den Col di San Colombano ins Ascotal, die Dörferrunde bei St. Florent oder – für die Extremen – die ganz große Runde über Porto, den Col de Verghiu, die Calacuccia-Schlucht und Ponte Leccia mit 230 km und 3.200 Hm.
Alles in allem eine gelungene Mischung, die vielfach bestätigt „das Radlerherz höher schlagen lässt“ und die immer auch viel Genuss bereithält, nicht zuletzt bei der Einkehr mit gutem korsischem oder italienischem Essen und vielleicht mal dem ein oder anderen Pastis oder Pietra.

Als Anreise wählen zwar viele aus unseren Gruppen den Flug von Memmingen nach Calvi und schätzen die kurze Reisezeit, wir selber (und immer auch einige Mitreisende) freuen uns aber auf die Fahrt durch die Schweiz nach Italien, den ersten Espresso auf der Autobahn, die Pizza vor der Fähre und dann die Ankunft früh morgens in Bastia mit dem ersten Rad-Highlight gleich zu Beginn: Die wunderschöne Umrundung des Cap Corse und die nachmittägliche Ankunft im Feriendorf. In diesem Sinne: Nach der Saison ist vor der Saison – wir freuen uns schon wieder auf Ende April 2019!

Alex und Jürgen („Rohre“)
Radgruppe Rohrmeier, Gäste

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