Region Ajaccio auf Korsika

Ein korsisches Sprichwort besagt: Wer einmal auf Korsika war, kommt immer wieder. Das trifft besonders auf die Region Ajaccio zu, denn hier werden die Höhepunkte von Kultur und Natur miteinander vereint. Ajaccio, die Hauptstadt und nicht zuletzt Geburtsstadt Napoleons mit zahlreichen ihm gewidmeten Sehenswürdigkeiten, ist ein beliebter Aufenthaltsort für Kulturinteressierte. Geschichtsträchtige Ausgrabungsstätten aus der Bronzezeit ergänzen die kulturelle Vielfalt. Im Gegensatz dazu steht die Natur in ihrer vollen Ursprünglichkeit – der korsische Nationalpark umfasst schroffe Küsten, eindrucksvolle Wälder, Täler und Gebirgszüge, tief eingeschnittene Schluchten und rote Granitfelsen.

Jede Bucht und jeder Golf eine Welt für sich

Drei große Buchten prägen die Westküste. Gleich zu Beginn der Golf von Porto im Norden – eine Fahrt entlang der abenteuerlichen Steilufer ist mitunter das Schönste, was es auf Korsika zu erleben gibt. Die wild zerklüftete Calanche mit ihren bizarren Felsformationen zählt ohne Zweifel zu einer der schönsten Landschaften der Insel. Durch Wind und Wetter wurden die roten Granitfelsen zu seltsamen Figuren geformt. Ein mystisches Naturschauspiel bietet sich abends, wenn Stille einkehrt und die untergehende Sonne die Felsen in rote Farbe taucht. Es folgt der Golf von Sagone, reich an herrlichen Sandstränden, teils in tiefen Fjorden, teils langgestreckt dem Meer geöffnet. Unten im Süden entfaltet sich das großartige Panorama des Golfs von Ajaccio: Die weitläufige Hauptstadt, die langen weißen Strände und der Blick zu den Iles Sanguinaires, hinter denen abends die Sonne oft blutrot im Meer versinkt.

Zeugen der Vergangenheit

Im Südwesten der Insel findet man historische Sehenswürdigkeiten zuhauf. Bei den berühmten Menhiren von Filitosa mit ihren rätselhaft gemeißelten Gesichtszügen kann man neusteinzeitliche Geschichte hautnah erleben und auch die prähistorische Fundstätte Cauria zeugt vom Leben in der Steinzeit. In den dunklen engen Gassen von Sartène fühlt man sich ins Mittelalter versetzt und in der Hauptstadt Ajaccio – Geburtsstadt von Kaiser Napoleon Bonaparte – weht ein Hauch von französischem Nationalstolz durch die Boulevards und Avenues.

Orte in der Region Ajaccio auf Korsika

Sartène

Sartène wird oft als „korsischste“ Stadt der Insel bezeichnet. Bis ins 19. Jahrhundert war sie von Blutrache gezeichnet, heute ist sie eine lebhafte, authentische Stadt. Am Karfreitag findet hier mit der Nachempfindung des Opfergang Christis in Form eines roten Büßers ein beeindruckendes, religiöses Erlebnis statt.

Propriano

Der Ort hat eine attraktive Flaniermeile zwischen Yachthafen und Mole. Die Lage am Meer, die herrlichen Strände und die landschaftliche Vielfalt des Hinterlands machen Propriano zu einem bevorzugten Urlaubsziel.

Ajaccio

Die quirlige Inselhauptstadt mit ihren über 64.000 Einwohnern bietet urbanen Flair und eine einmalige Lage am Golf. Ihre in warmen Gelb- und Goldtönen gehaltenen Häuser, die Palmen an den Straßen und die von weißen Stränden gesäumten Ufer unterstreichen das südländische Ambiente. Straßencafés, namhafte Modeboutiquen, klassizistische Großbauten an prächtigen Boulevards wechseln mit schmalen, hochgebauten Gässchen von korsischer Ausstrahlung. Ein Abstecher zur Landspitze La Parata mit Blick auf die Iles Sanguinaires ist am schönsten zu Sonnenuntergang.

Cargèse

Das schmucke Dorf schmiegt sich auf einer breiten, von einem Turm gekrönten Landspitze in einen Südhang. Zwischen Cargèse und dem Capo di Feno erstreckt sich der weite Golf von Sagone, reich an herrlichen Sandstränden und Felsbuchten.

Porto & Piana

Das kleine Hafenstädtchen Porto ist ein beliebtes Urlaubsziel, da es sich ideal als Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge in die Calanche mit ihren bizarren Gesteinsformationen eignet. Das kleine Bergdorf Piana zählt zu den „Les plus beaux villages de France“ – zu den schönsten Dörfern Frankreichs – und ist neben Sant’Antonino in der Balagne das einzige Dorf der Insel, das diesen Titel tragen darf. Piana ist ein beschaulicher Ort mit Granitsteinhäusern, engen verwinkelten Gassen, einer stattlichen Kirche und eindrucksvollen Herrenhäusern. Auf einem Hochplateau über dem Meer gelegen, thront Piana über dem Golf von Porto.

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