Radtour entlang der Küste Korsikas nach Porto

Panorama-Radtour in der Calanche

NEU seit 2015: Shuttle zum Col de Palmarella und von dort aus bis nach Piana in die wunderschöne Calanche. Dort Abholung durch Bus, so dass man die Natur in vollen Zügen genießen kann. (diese und mehr geführte Touren im Feriendorf zum Störrischen Esel)

Erfahrungsbericht von Stefan Miebach, ehemaliger Radguide im Feriendorf

Endlich die Umsetzung eines lang gehegten Radtraumes: Von Calvi nach Porto über den Bocca di Marsolinu!

Nach einer etwas zähen Anfahrt über die Flughafenstraße geht es den Marsolinu Pass an. Pünktlich dazu reißt der Himmel langsam auf und es wird plötzlich recht schwül (logisch, wir fahren ja bergan…). Für Mitte September ist es immer noch überraschend warm. Sogar sehr warm. Mit zunehmender Höhe löst sich die Wolkendecke ganz auf. Kurz vor dem Pass ergibt sich noch ein schöner Blick hinunter in das Figarellatal. Oben angekommen geht fast kein Lüftchen. Unglaublich! Und umso schöner die Aussicht.

Der Blick fällt hinunter in das Marsolinotal, streift dabei den Capu Argentella von seiner Ostseite und am Talende schaut man auf den Capu Tondu, den Hausberg Galérias, hinab. Nach diesem tollen Panorama folgt das zweite Erlebnis auf dem Fuße: die lange Abfahrt zum Fangofluss. Es geht über die Fünfarkadenbrücke, jedoch nicht ohne vorher das Matterhorn Korsikas, die Paglia Orba und das „TeufelslochCapu Tafonato zu bewundern, weiter Richtung Porto.

Da es bereits ausgesprochen warm ist an diesem Morgen, stellt man doch hier und da sehnsüchtige Blicke in Richtung Fangotal (das Tal mit den herrlichen Badegumpen) fest. Das müssen wir aber leider auf später verschieben. Denn jetzt geht es hinauf auf den Col de Palmarella. Ein schöner, nicht zu steiler, doch sehr langer Anstieg liegt vor uns. Und es ist ja soo warm – oder schrieb ich das bereits?… Irgendwann oben erwartet einen der berauschende Ausblick auf die Westküste. Und wie! Vor uns tut sich das kleine Fischerdörfchen Girolata auf; wir blicken hinüber zum Weltnaturschutzerbe der Unesco nach Scandola. Gegenüber liegen Capu Castellaghija und der Monte Seninu, oberhalb vom Col de la Croix. Super!!

Die Hauptsteigungen liegen hinter uns und es geht weiter zu dem vorher genannten Col. Nun folgt leichtes Auf und Ab, bei immer wieder grandiosen Ausblicken auf die Küste. Man kann wirklich nicht zuviel kriegen. Mittagsrast dann am Bocca a Croce. Von hier haben wir erstmalig den Blick auf den Capu d’Ortu, Portos Hausberg. Irgendwann am frühen Nachmittag wird die Straße immer spektakulärer, die Küstenlinie immer steiler. Bis zum Capu Rosso bietet sich die Sicht. Die Fotoapparate laufen heiß. Und auf einmal öffnet sich das Tal unter uns und Porto.

Die kleine, ehemalige genuesische Hafenstadt liegt wie eingebettet zwischen dem Capu d’Ortu und Capu à Vetta. Hier mündet auch der Fluss Porto in das Meer. Aus unserer Perspektive können wir sogar den Bus schon sehen, der uns nachher wieder nach Calvi zurück bringt. Doch nach ca.75 km und tausend Höhenmetern, haben wir uns jetzt erst einmal eine Abkühlung im Meer verdient (Ihr erinnert euch bestimmt: es war ja soo heiß …). Nach Kaffee, Eis und Bierchen ging es entspannt und mit vielen Eindrücken zurück nach Calvi.

Basierend auf einem Erfahrungsbericht von „Radl-Stefan“ Miebach

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