Parc Naturel Régional de la Corse

Die Insel Korsika ist stolz auf ihre Pflanzen- und Tierwelt, die sie in Reservaten und im Nationalpark „Parc Naturel Régional de la Corse“ schützt. Dieser erstreckt sich inzwischen über ein Drittel der Gesamtfläche Korsikas und umfasst viele eindrucksvolle Wälder, Täler und Gebirgszüge sowie die Felsenlandschaft der Calanche im Westen der Insel. Der Nationalpark wurde 1972 gegründet und umfasst 145 Gemeinden mit 26.700 Einwohnern und 350 510 ha Fläche.

Die Parkverwaltung versucht die Vielfalt der „Insel der Schönheit“ mit aller Kraft zu erhalten. Das gestaltet sich aber oft als sehr mühsam. Korsika wird jährlich von verheerenden Bränden heimgesucht. Die Gründe sind in den meisten Fällen Brandstiftung und Rodungen. Daher sollte man auf keinen Fall brennende Zigarettenstummel oder Glasflaschen, die das Sonnenlicht reflektieren könnten, wegwerfen! Bereits die kleinste Flamme gefährdet die Tier- und Pflanzenwelt der Insel.

Calanche

Die Mission des Naturparks

Seit 1972 kümmert sich der Parc Naturel Régional de la Corse (PNRC) um die Überwachung und Entwicklung des Naturellen Erbes. Es gibt unzählige Orte zu beschützen und aufzuwerten. Die größten Aufgaben der Parkleitung:

Erhalt der Flora

Erhalt und Schutz der zahlreichen Pflanzenarten (über 2000) mitsamt aller Sträucher und Rasenflächen (z.B. am Lac de Nino), sind ein sehr wichtiges Thema des Nationalparks.

Schutz der Fauna

Viele Gebiete auf der Insel machen den Kontakt mit (wilden) Tieren möglich. Z.B. im Schildkrötenpark in Moltifao werden die Tiere für das Leben in freier Wildbahn aufgepeppelt. Das „Maison d’Information du Paesolu d’Aitone“ in Evisa organisiert bemerkenswerte Ausstellungen über die Flora und Fauna der Insel. Der Schutz des Mufflons und des Königsadlers zählen ebenfalls zu wesentlichen Aufgaben des PNRC. Er engagiert sich auch im Naturschutzgebiet Scandola. Er setzt sich für den Schutz der fischreichen Unterwasserwelt ein und die Überwachung und Aufzucht der Fischadler, was einen Teil des Projektes „Life“ ausmacht. Dazu gehört außerdem die Wiederansiedelung des Rothirsches.

Pflege von kulturellem Gut und Erhalt von Geschichte

Die Instandhaltung von archäologischen Ausgrabungsstätten, z.B. Cucuruzzu, wie auch die Restaurierung von alten Kapellen und Fresken unterliegt ebenfalls dem PNRC. Es ist ihm zu verdanken, dass alte Bergerien und Mühlen noch erhalten sind. Auch hat er dafür gesorgt, das kulturelles Gut, wie Handwerk und Know-How nicht verloren geht.

Organisation von Wanderungen

Ein Wandernetz von 1500 km Länge werden auf der ganzen Insel vom PNRC betreut. Die Parkranger kümmern sich um die Markierungen von GR20, Tra Mare et Monti und viele anderen Wanderwegen und um die Freischneidung nach dem Winter. Die Betreuung der Refuges und weiteren Schlafplätze, die auf den Wanderwegen liegen, gehört ebenso zu einer der Missionen des Parc Naturel.

Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit

Im Vordergrund steht die Kommunikation mit den Menschen, um sie für den Erhalt der Natur zu sensibilisieren. So organisiert z.B. das „La Casa di Natura à Vizzavona“ waldpädagogische Wanderungen im Wald und in den Bergen für Touristen und Einheimische.

La Scandola

Der Naturpark von Scandola wurde 1975, als erster Naturpark Frankreichs der sich für den Schutz des Landes und des Meeres einsetzt, gegründet. Er erstreckt sich zwischen den kleinen Fischerdörfchen Piana und Galéria an der Westküste und ist lediglich zu Fuß über eine macchiabewachsene Küstenlandschaft oder über den Seeweg mit Ausflugsbooten zu erreichen. Doch wenn man dort angekommen ist, erlebt man die Schönheit und Faszination der Insel hautnah. Steile, in Rottönen gefärbte Felsen ragen aus dem Wasser hervor. Diese Felsen entstanden bereits vor circa 250 Millionen von Jahren. Die Halbinsel wird wegen ihrer fast einzigartigen Gesteinsformationen zum UNESCO-Weltnaturerbe gezählt und ist für jeden geologisch Interessierten ein Highlight!

Scandola

Lavezzi-Archipel

Die Inseln im Süden Korsikas zählen zum Lavezzi-Archipel und gehören seit 1982 zum Naturschutzgebiet Korsikas. Zu diesem Archipel zählen die fast unbewohnten Inseln Lavezzi, Piana, Ratino, Poraggia Perduto und die einzig bewohnte Insel Ile Cavallo. Hier kann man eine traumhafte und einmalige Tier- und Pflanzenwelt bewundern. Seltene Korallenmöwen und Papageientaucher verbringen hier den Winter.

Ile Cavallo

Da die Inseln fast unberührt sind und teilweise auch nicht betreten werden dürfen, weisen Sie eine atemberaubende Unterwasserwelt auf. Es herrscht ein reges Treiben unter Wasser. Zahlreiche bunte Fische, wie Zackenbarsche, Meerbarben oder Schwämme tummeln sich um die Anemonen und Korallen. Mit etwas Glück kann man Delfine entdecken, die auf „Durchreise“ entlang der Küstenstraße, der sogenannten „Straße von Bonifacio“, sind. Die Straße von Bonifacio ist berüchtigt für seine tückischen Meerengen, die tiefdunklen Abgründe und die versteckten Riffe. Unter Seefahrern ist die Meerenge nahezu gefürchtet. Von Bonifacio werden Tages-Bootstouren mit Badestopps zu den Inseln angeboten.

Unterwasserwelt Lavezzi-Archipel

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