Die schönsten Bergseen auf Korsika

Nach einer langen Wanderung kommt eine Rast an einem der glasklaren Seen im Gebirge Korsikas geradezu gelegen. Wer genug vom großen, weiten Meer hat, kann sich an den „Tränen oder Diamanten der Insel“, wie sie von Poeten genannt werden, laben.

Leider ist in fast jedem See das Baden verboten, um Verschmutzungen durch Sonnencremes zu verhindern. Gewiefte lassen es sich jedoch nicht nehmen – und ein bisschen Mut gehört in jedem Fall dazu, denn die Seen sind überwiegend bitterkalt.
Entstanden sind diese zum größten Teil durch Karseen, die durch die Gletscher in der letzten Eiszeit zurück geblieben sind.

Die schönsten Seen der Mittelmeerinsel Korsika

Calacuccia-Stausee

Er befindet sich im gleichnamigen Ort Calacuccia, dem Hauptort der Region Niolo, im Zentrum der Insel. Der See dient hauptsächlich der Stromgewinnung sowie der Bewässerung des östlich gelegenen Landabschnittes. Im Hintergrund wird der Blick auf ein wunderschönes Panorama der höchsten Bergkette sichtbar.

Stausee von Calacuccia

Bastianisee

Wem das Wandern nicht gerade in die Wiege gelegt wurde, kann auch diesen Zweitausender bezwingen – den Monte Renoso. Der Berg, von dessen Gipfelkreuz man an sonnigen Tagen sogar bis nach Sardinien blicken kann, befindet sich ca. 60 km südlich von Corte. Auf dem Weg hinauf passiert man den ruhig gelegenen Bastianisee (franz. Lac de Bastiani) auf 2089 m Höhe, dessen Ufer zum Verweilen einlädt.

Bastianisee

Ninosee

Der Lac de Nino befindet sich auf 1.740 Höhenmetern im Nordosten der Mittelmeerinsel. Eingebettet in vegetationsreiche Wiesen und Moore, ruht der See in einer kleinen Mulde. Er ist gerade einmal 11 m tief. Die Hälfte des Jahres ist der See jedoch zugefroren. Das Panorama ist wunderschön und so wird dort doch jeder GR 20 Wanderer eine Weile zwischen den frei herumlaufenden Pferden entspannen…

Nino See

Cinto-See

Unterhalb des Königs der Berge, des Monte Cinto, liegt der kleine Lac du Cinto (2289 m). Auf dem Weg zum Gipfel von der Südseite kann man ihm durchaus einen Besuch abstatten. Von oben schimmert er ganz herrlich türkis, wie er dort so eingebettet in seiner Mulde liegt. Er ist einer der typischen Karseen, die während der Eiszeit entstanden sind.

Melo – Capitello See

Im Zentrum der Insel, im Restonica-Tal hinter Corte, liegt der viertgrößte und tiefste Naturbergsee Korsikas – der Lagu di Capitellu. Der 42 m tiefe See ist die meiste Zeit des Jahres zugefroren, weil er sich inmitten von über 2.000 m hohen Bergen befindet. Diese Naturschönheit ist definitiv einen Besuch wert. Als Touristenmagnet und auf einem Teilstück des GR20 ist man selten allein, aber die meisten Urlauber laufen nur bis zum Melosee, der auf dem Weg liegt, und so findet man wahrscheinlich doch ein ruhiges Plätzchen am Capitellosee. Wer es noch einsamer mag, der sollte bis zum Goriasee weiterwandern – jedoch nur für Geübte!

Melo See

Orientesee

Auf dem Weg zum zweithöchsten Gipfel, dem Monte Rotondo, liegt der wohl schönste See der Insel. Umsäumt von einer saftigen Graswiese am Fuße des Berges, lohnt sich auch die etwas beschwerliche Wanderung zu diesem Fleck der Insel auf 2061 m. Zur frühen Morgenstunde spiegelt der See die Bergkette des Monte Rotondo wieder und man kann nur schwer erahnen, woher der Name kommt…

Orientesee

Muvrella-See

Die Wanderung über den GR 20 zur A Muvrella ist eine der anspruchsvollsten der Insel und so kommt der kleine, grüne See gerade recht für ein erfrischendes Bad. Von saftigem Buschwerk umgeben, ist er ein idealer Pausen- und Picknickplatz für alle Wanderer.

Lac d’Oro

Auf 1970 m Höhe liegt der kleine See Lac d’Oro, unterhalb des gleichnamigen Gipfels Monte D’Oro. Auch er ist die meiste Zeit des Jahres zugefroren, was das entspannte Plantschen erschwert. Der Lac d’Oro ist ebenfalls wie der Lac du Cinto ein typischer Karsee, eingebettet in ein Geröllfeld, was ihn aber nicht weniger anschaulich macht.

D'Oro See

Alle Fotos by LESC

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